Reingelesen: Entschuldigung, sind Sie die Wurst?

Mittwoch, 21. August 2013

Urlaubszeit ist Lesezeit. Nirgendwo liest es sich so entspannt wie in der Strandliege, während sanft das Meeresrauschen im Hintergrund zu hören ist. Die Sonnenstrahlen kitzeln unsere Nase, die tief in unserem Lieblingsschmöker steckt. Wenn die Buchseiten in der leichten Meeresbrise mit den Palmen um die Wette rascheln, wünscht man sich der Moment würde ewig anhalten. Doch bevor wir uns in die Welten unserer Lieblingsbücher flüchten können, steht erst einmal die Qual der Wahl vor den unendlich langen Regalen der Bibliotheken und Buchhändler unseres Vertrauens an. Während düstere Krimis in der skandinavischen Einöde für mich eher zu einer warmen Tasse Tee und einer kuscheligen Decke gehören, sollte die perfekte Urlaubslektüre erfrischend, witzig und unterhaltsam sein. Wer möchte bei 30°C im Schatten schon gerne über Goethes Faust grübeln? Auch die Länge der Kapitel spielt für mich eine wichtige Rolle. Im Idealfall passt ein Abschnitt perfekt zwischen ein leckeres Eis und eine erfrischende Abkühlung im kühlen Nass.
Doch wie findet man nun die Perle in einem Meer aus durchschnittlichen Büchern? Gerade zur Sommerzeit sind einschlägige Frauenzeitschriften voll von Buchtipps und vermeintlichen Bestseller-Empfehlungen. Nicht selten beschränkt sich das Angebot jedoch auf flache Liebesromane und krampfhaft humoreske Reiseführer aus der Ich-Perspektive. Auf meinem Strandtuch ruht derweil ein ganz anderer Kandidat, der mir im Minutentakt ein Lächeln auf das Gesicht zaubert und auch in geselligen Runden schon für den ein oder anderen Lacher gesorgt hat. Wer mehr von meiner literarischen Neuentdeckung wissen möchte, sollte nun auf alle Fälle dran bleiben.


Hard Facts:
Titel: Entschuldigung, sind Sie die Wust? Deutschland im O-Ton
Autoren: Felix Anschütz, Nico Degenkolb, Krischan Dietmaier und Thomas Neumann
Verlag: Heyne
ISBN: 978-3-453-60119-2
Seiten: 286
Preis: 8,95€

Das sagt der Verlag:
"Manchmal ist das echte Leben witziger als jede Komödie- und so fingen die Betreiber der Internetseite belauscht.de an, auf Deutschlands Straßen aufgeschnappte Dialoge zu sammeln. Ob an der Bushaltestelle, bei der Arbeit, im Kino oder in der Bahn: überall werden wir Zeuge unfreiwillig komischer oder grotesker Gespräche. Dieses Buch vereinigt die originellsten, witzigsten und absurdesten Einträge von belauscht.de- typisch deutsch und zum Schreien komisch!"

Woher nehmen Comedians bloß immer ihre Witze? Wahrscheinlich aus dem alltäglichen Wahnsinn, der ihnen bereits morgens auf dem Weg zur Arbeit in der überfüllten Bahn begegnet und erst abends bei einer gemütlichen Stammtischrunde in der gegenüberliegenden Kneipe endet. Beinahe minütlich werden wir unfreiwilliger Zeuge der bizarrsten Dialoge zwischen Herbert und seiner Hildegard, zwischen dem kleinen Jungen der unbedingt Pokemontrainer werden will und seiner Mutter oder der schlagfertigen Verkäuferin an der Wursttheke und dem unverschämten Kunden.
Manchmal erzählen wir unserer besten Freundin von dem belauschten Gespräch oder lassen ein paar Wochen später die Szenerie im Geiste noch einmal lächelnd Revue passieren. In den meisten Fällen vergessen wir den Vorfall jedoch schnell wieder. Dennoch sind es gerade diese kleinen Perlen in der lauten und wabernden Geräuschkulisse des Alltags, die uns immer wieder aufhorchen und für einen kurzen Moment den Stress vergessen lassen. Während im Zeitalter analoger Medien das Gespräch zwischen Herbert und Hildegard lediglich einem exklusiven Kreis an Zuhörern vorbehalten war, schafft die Internetseite belauscht.de (klick) eine Plattform für alle skurrilen und bizarren Gesprächsfetzen, mit denen wir Tag für Tag ungewollt konfrontiert werden. Die besten Auszüge dieser Seite wurden nun in dem Buch Entschuldigung, sind Sie die Wurst zusammengetragen. Für eine bessere Übersicht sind die losen Gespräche dabei in einzelne Kategorien unterteilt, wie beispielsweise Durchsagen, schlagfertig oder auch typisch deutsch. Je nach Länge befinden sich 2-3 Gespräche auf einer Seite, die in sich geschlossen sind. Mit wenigen Ausnahmen sind die ausgewählten Passagen allesamt sehr witzig und unterhaltsam. Das Buch ist eine leichte Lektüre für zwischendurch, die man sowohl von vorne bis hinten als auch in mehreren Etappen lesen kann. Wer wissen möchte, ob das Buch etwas für sie ist, kann sich gerne einmal durch belauscht.de klicken. 

Und weil zwei Meinungen besser sind als eine hier noch eine kleine Buchkritik von der lieben Ari, der ich das Buch ausgeliehen habe:
"Wer eine leichte Lektüre sucht, die ihn beim Lesen immer mal wieder zum Schmunzeln bringt, oder wer gerade so im (Prüfungs-)Stress ist, dass er seine Grinsmuskeln vor dem Absterben bewahren möchte, wird von „Entschuldigung, sind Sie die Wurst?“ wirklich nicht enttäuscht werden. Kategorisch irgendwie in Kapitel gegliedert sind die kleinen Sequenzen mal mehr, mal weniger lustig und werden auf jeden Fall für einige Lacher und auch Kopfschüttler sorgen (à la „Oh gott, echt peinlich was unser Land da so für Leute fabriziert“). Für jeden der jemals zufällig komische Sprüche von wildfremden Leuten aufgeschnappt hat und diese gerne noch Stunden später seinen Freunden erzählt, um sich gemeinsam mit diesen mal wieder schön ordentlich über die Doofheit Anderer schlapp zu lachen, ist dieses Buch ein absolutes Muss. Ich hab es in kleineren Etappen gelesen, immer wenn mir die Uni mal wieder zu viel wurde und ich muss sagen, dass es auf jeden Fall eine lustige Abwechslung vom Alltag ist."


Wer sollte das Buch lesen?
Ich kann das Buch allen ans Herz legen, die gerne über skurrile Alltagssituationen lachen, die häufig Bahn fahren oder einfach nur Lust auf eine leichte Sommerlektüre haben. Wer anspruchsvolle Literatur erwartet, über die man noch Monate später nachdenken kann, wird hier jedoch eher enttäuscht werden.
Übrigens: Wenn ihr noch auf der Suche nach einer schönen Geschenkidee seid, kann ich euch das Buch guten Gewissens empfehlen. Ich selbst habe es von einer lieben Freundin zum Geburtstag bekommen und wird alle hatten auf der Feier sehr viel Spaß damit :)

Abschließend bleibt mir nur noch zu fragen: Kennt ihr das Buch oder die Internetseite bereits? Welche Lektüre nehmt ihr mit auf eure Strandliege? Und was mich ganz besonders interessiert: Was sind eure skurrilsten Gesprächsfetzen, die ihr in der Vergangenheit aufgeschnappt habt?


Ich wünsche euch eine sonnige Woche,
Eure Elle 

Unter der Lupe: Rival de Loop young Eyeshadow Base

Montag, 12. August 2013

Lange Zeit wurde es still um Sherlock E, doch die Beauty-Polizei schlief nie. Während hier und da Verbrecher verhört wurden, Schurken versuchten zu fliehen und Tagediebe ihr Unwesen trieben, verfolgte unsere Top-Agentin einen ganz besonderen Fall. Wochenlang beschattete sie die Rival de Loop young Theke aller stadtbekannten Rossmann-Filialen, doch der Verdächtige blieb unauffindbar. Zwar konnten von Zeit zur Zeit einige dubiose Gestalten gesichtet werden, jedoch zeigte sich bei genauerer Betrachtung, dass es sich lediglich um vorbestrafte (aka angefingerte) Kleinkriminelle handelte. Auch das Verteilen von Flugblättern und Fahndungsfotos erwies sich als eine Sackgasse. Als Sherlock E schon fast die Hoffnung auf einen baldigen Ermittlungserfolg aufgeben wollte, stieß sie während ihrer Recherchen auf einen geheimen Umschlagplatz der ortsansässigen Beauty-Junkies. Sofort orderte sie Verstärkung an und machte sich auf den Weg zum Tatort. Die Spur erwies sich tatsächlich als Volltreffer. Um einen erneuten Fluchtversuch zu umgehen, ließ Sherlock E alle Ausgänge verriegeln und schnappte schließlich den vermeintlichen Täter aus dem Hinterhalt. Erst als die Handschellen bereits zuschnappten, erkannte sie den Verdächtigen wieder. Bereits ein Jahr zuvor wurde er verhört, jedoch musste man ihn nach kurzer Zeit aufgrund mangelnder Beweislage wieder frei lassen. Wer nun wissen möchte, ob er sich dieses Mal erneut so leicht herausreden kann, der sollte nun Sherlock E's Ermittlungsbericht lesen.

Lösegeld: 1,99€

Fahndungsfoto:


Tatwaffen:

Cyclomethicone, Mica, Polyethylene, Cetearyl Isononanoate, Cera Alba (Beeswax), Talc, VP/Hexadecene Copolymer, Disteardimonium Hectorite, Cera Microcristallina (Microcrystalline Wax), Polybutene, CI 77891Cyclopentasiloxane, Propylene Carbonate, Tocopheryl Acetate, Bismuth Oxychloride, Bisabolol, CI 77499, PEG/PPG-18/18 Dimethicone, CI 77492, CI 77491
 
Fallbeschreibung:

Wenn Dein Lidschatten dazu neigt, in der Lidfalte zu verschwinden, greife zu Rival de Loop Young Eyeshadow Base. Diese Grundierung verhindert das Absetzen und Auslaufen von Puder-Lidschatten in der Lidfalte – und zwar für mehrere Stunden. Wenn Dein Augen Make-up also am Abend noch genau so aussehen soll wie am Morgen ist diese Base der ideale Helfer.  
Quelle: http://www.rossmann.de/qualitaetsprodukt/eyeshadow-base.html

Sherlock E's Ermittlungsergebnisse:

Der Verdächtige wurde in den vergangenen Monaten auf Herz und Nieren geprüft. Egal ob matt oder schimmernd, pudrig oder cremig, gut oder schlecht pigmentiert- jedem Lidschatten musste er sich stellen. Und auch die Wetterbedingungen variierten von eisiger Kälte bis zu tropischer Hitze. Während in der Vergangenheit solch harte Testbedingungen schon frühzeitig den ein oder anderen Ausfall zur Folge hatten, schlug sich die Rival de Loop young Eyeshadow Base bis zum Ende recht wacker. Doch der Reihe nach. Bereits auf den ersten Blick fällt auf, dass die Base schimmert. Solo aufgetragen wirkt der leichte Glanz wie ein Weichzeichner, der Unregelmäßigkeiten im Hautbild ausgleicht. Wer nun Angst hat, dass matte Lidschatten durch die Base ihren Effekt verlieren, den kann ich beruhigen. Wie man am unteren Bild recht deutlich sieht, legt sich der matte Lidschatten deckend über die Base, ohne dass diese durchschimmert. 



Neben der Farbe fällt zunächst die cremige und leichte Textur auf, die sich mit dem Finger problemlos auf dem Lid verteilen lässt. Trotz ihrer lockeren Konsistenz ist die Base sehr ergiebig. Bei fast täglicher Benutzung reichte mir das Tiegelchen circa ein Jahr, bevor ich es nachkaufen musste. Doch nun Butter bei die Fische: was kann die Base wirklich? Rival de Loop verspricht perfekten Halt über mehrere Stunden hinweg, ohne dass der Lidschatten sich in der Lidfalte absetzt. Während andere Produktversprechen eher in die Kategorie „Papier ist geduldig“ einzuordnen sind, hält die Base was sie verspricht. Das AMU sitzt abends noch genau dort, wo ich es morgens aufgetragen habe. Doch nach spätestens 12 Stunden ist auch hier das Limit erreicht. Positiv empfinde ich es jedoch, dass sich der Lidschatten nicht absetzt, sondern gleichmäßig verblasst. Neben der Haltbarkeit besticht die Base durch die enorme Farbintenistät, die sie den Eyeshadows verleiht. Auch diesen Effekt habe ich versucht euch auf dem unteren Bild festzuhalten. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Base für den kleinen Preis keine Wünsche offen lässt und durchaus einen Blick wert ist. 


Urteil:
Freispruch in allen Punkten und absolute Kaufempfehlung 

Hiermit hätte Sherlock E einen weiteren Fall zu ihrer vollsten Zufriedenheit abgeschlossen. Doch keine Sorge, sie ermittelt bereits in einer neuen Angelegenheit, um euch vor Betrügern und Hochstaplern zu warnen, aber auch um unentdeckte Schätze aufzuspüren. Habt ihr Lust Sherlock E als Co-Ermittler zur Seite zu stehen? Dann verratet ihr doch in den Kommentaren, welches Urteil ihr über den heutigen Täter gefällt habt und welche Verdächtigen sie einmal genauer unter die Lupe nehmen sollte.

Bis dahin hoffe ich, dass ihr euch in den dunklen Gassen des Beauty-Labyrinths keine versteckten Ganoven auflauern :)
Eure Elle

DIY: Gradient Shirts

Freitag, 9. August 2013

Hallo ihr Lieben,
nachdem ich mich bis Ende Juli höchstens am überhitzen Lüfter meines Laptops sonnen durfte, habe ich in den letzten Tagen meinen Schreibtisch gegen die Strandliege, sowie die Hausarbeitsliteratur gegen entspannte Urlaubslektüre eingetauscht. St.Tropez am Baggersee statt stickiger Bibliotheksluft- so und nicht anders sollte man den Sommer verbringen. Mittlerweile laufe ich nicht mehr Gefahr als Untote durchzugehen und auch die neusten Eis- und Cocktailtrends wurden inzwischen verkostet. Höchste Zeit also wieder kreativ zu werden. Bereits im Juni hatte ich angekündigt euch in Zukunft an dem ein oder anderen meiner DIY-Versuche Teil haben zu lassen. Wer dachte die Idee wäre irgendwo zwischen Hausarbeit und Strandliege verloren gegangen, hat weit gefehlt. Auch wenn es in letzter Zeit hier sehr still war, habe ich trotzdem fleißig eure Posts gelesen. Dabei bin ich auf dieses tolle DIY von Fräulein Namenlos gestoßen (*klick*), das ich unbedingt auszuprobieren wollte. 
In meiner anfänglichen Euphorie wurden sofort alle notwendigen Materialien besorgt, später jedoch in der letzten Ecke meines Zimmers geparkt und immer wieder sehnsüchtig vom Schreibtisch aus angeschmachtet. Gestern war es jedoch endlich soweit und selbst das nahende Unwetter konnte mich nicht mehr von meinem Vorhaben abhalten. Doch zunächst einmal zur Idee: Was versteht man überhaupt unter Gradient? Der Begriff bedeutet so viel wie Verlauf und bezeichnet den Übergang von einer hellen Farbe zu einer dunklen. Wie so Vieles schwappte der Trend aus den USA zu uns herüber. Was zunächst vor allem auf dem Fängernägeln angesagt war, wurde zunehmend auch von der Modeindustrie aufgegriffen. Einige schöne Beispiele für den Trend habe ich euch hier in einer kleinen Collage zusammengestellt: 
 
Gradient
T-Shirt- houseoffraser.com// Top- rebeccataylor.com// Pulli- witchery.com// Rock- Jonathan Saunders// Hemd- Mango

Nun aber zur Frage aller Fragen: Wie bekomme ich den Gradient-Trend auch auf mein weißes Shirt? Keine Sorge, ihr müsst nicht Picasso oder Vivienne Westwood sein, um dieses DIY nachmachen zu können. Es ist super einfach und sollte mit meiner kleinen Step to Step Anleitung für jedermann machbar sein. 

Ihr benötigt:

  • 2 rostfreie Gefäße (Eimer etc.)
  • weißes T-Shirt (am besten aus Baumwolle)
  • Gummihandschuhe
  • Textilfarbe (z.Bsp. Simplicol, Farbe 2633 marineblau, erhlätlich bei Müller) 
  • Stab zum Umrühren (nicht auf dem Bild)

Vorbereitung:
Allgemein solltet ihr das DIY im Freien ausprobieren und dabei alte Kleidung tragen, die notfalls auch einige Farbspritzer abbekommen darf.  
Zur konkreten Vorbereitung befüllt ihr eins der beiden Gefäße mit ca. 40°C heißem Wasser und füllt etwas Farbe in das Gefäß. Achtet darauf, dass ihr zu Beginn nicht zu viel Farbe in das Wasser gebt, da das T-Shirt zunächst nur ganz leicht gefärbt werden soll. Damit der Stoff gleichmäßig Farbe annimmt, solltet ihr das Pulver gut im Wasser auflösen. Dazu rührt ihr ein paar Mal das Farbgemisch gut um. Das andere Gefäß wird mit kaltem Wasser befüllt. Es dient später dazu, die Farbe leicht auszuwaschen, falls ihr das Shirt einmal zu dunkel gefärbt habt. Mit dem klaren Wasser feuchtet ihr das Shirt leicht an, so dass es später die Farbe besser aufsaugt. Anschließend zieht ihr euch die Handschuhe an und schon kann es los gehen. 

Step 1
Überlegt euch zunächst, ob ein Teil des Shirt weiß bleiben soll oder ob ihr den gesamten Stoff einfärben wollt. Orientieren könnt ihr euch dabei an der oberen Collage. Je nachdem für welche Variante ihr euch entschieden habt, taucht ihr das gesamte Shirt oder nur einen Teil davon kurz in das Farbgemisch. Achtet darauf, es wirklich nicht zu lange in der Farbe zu lassen, da es ansonsten schwer wird noch einen sichtbaren Farbverlauf zu erzeugen. Damit die Farbe wirklich nur sehr sanft in der ersten Schicht zu sehen ist, wascht das Shirt anschließend im klaren Wasser des zweiten Gefäß kurz aus. 

Step 2
Wenn ihr mit dem Ergebnis der ersten Farbschicht zufrieden seid, folgt die nächste. Dazu rührt ihr erneut ein wenig Farbpulver in das Wasser und wartet bis sich alle Farbpigmente gleichmäßig aufgelöst haben. Um den typischen Farbverlauf zu erzielen, wird nun das Shirt nicht mehr bis zur gleichen Stelle wie zuvor in die Farbe eingetaucht, sondern wenige Zentimeter davor. Dieses Mal könnt ihr die Einwirkzeit ein klein Wenig großzügiger berechnen, so dass ein leichter Unterschied zur ersten Schicht sichtbar wird. Übertreibt es allerdings nicht- harte Kanten zwischen den einzelnen Farbnuancen sind nicht erwünscht. Je nach Geschmack könnt ihr nun die Farbe wieder im klaren Wasser auswaschen. 


Step 3
Den Vorgang wiederholt ihr nun bis ihr am Ende des Shirts angelangt seid. Erhöht dabei bei jeder Schicht die Farbdosis und die Einwirkzeit. Am Ende sollte das T-Shirt den dunkelsten Ton angenommen haben. Je nachdem wie viel Stoff ihr einfärbt und wie groß euer Gefäß ist, solltet ihr am Ende noch etwas mehr als die Hälfte der Farbe übrig haben. Wie mein Shirt bei etwa der dritten Farbschicht aussah, seht ihr auf dem unteren Bild.


Step 4
Wenn ihr mit eurem Ergebnis zufrieden seid, könnt ihr das Shirt zum Trocknen aufhängen. Während der Trockenzeit dringt die Farbe tief in die Faser ein und wird widerstandsfähiger. Anschließend wascht ihr das Shirt mit der Hand erneut in kaltem Wasser aus, gebt jedoch dieses Mal ein wenig Waschmittel dazu. Ihr werdet merken, dass der Stoff noch sehr viel Farbe abgibt. Wiederholt deshalb den Vorgang bis sich das Wasser nicht mehr färbt. Nach dem Trocknen ist euer Shirt schließlich fertig und bereit angezogen zu werden. Ich bin sicher ihr werdet nicht nur einmal darauf angesprochen werden ;) Damit ihr lange Freude an eurem Einzelstück habt, wascht es am besten nur so, wie es auf der Gebrauchsanweisung der Textilfarbe angegeben ist.

Fazit
Das DIY ist super einfach, macht viel Spaß und ist mit knapp 8 Euro Materialkosten sehr günstig in der Herstellung. Auch das Ergebnis kann sich sehen lassen. Für den ersten Versuch bin ich sehr zufrieden mit dem Farbverlauf meiner beiden Shirts. 


Wie ihr seht, hat die Farbe beim Trocknen noch sehr nachgedunkelt. Auch die unterschiedliche Farbentwicklung je nach Stoffzusammensetzung zeigt sich recht deutlich auf den Bildern. Während das linke Shirt zu 100% aus Baumwolle besteht, hat das rechte Shirt einen hohen Polyester-Anteil. Bei dem Kauf eures T-Shirts solltet ihr deshalb darauf achten, welche Version euch besser gefällt. Allgemein gilt jedoch, dass Baumwolle die Farbe sehr viel schneller annimmt als Polyester. Bei meinen nächsten Versuchen werde ich darauf achten, den weißen Teil der Shirts noch sorgfältiger zu behandeln, da er leider ein paar Farbspritzer abbekommen hat. Auch beim Auswaschen werde ich in Zukunft den hellen Teil nicht mitwaschen, da er sich sonst leicht blau färbt. Beides ist auf den Bildern leider nicht zu erkennen. 

Was sagt ihr zu Gradient Shirts-Top oder Flop? Habt ihr Lust bekommen das DIY selbst einmal auszuprobieren oder euch sogar schon daran probiert? Ich würde mich sehr über Bilder und Links freuen :) Abschließend interessiert mich natürlich eure Meinungs zu DIYs im  Allgemeinen: Soll es in Zukunft mehr davon auf Qui qu'a vu Coco? geben oder sagt ihr lieber nein danke? Ich bin gespannt auf eure Meinung!

Eure Elle

Summer Guide

Freitag, 5. Juli 2013

Hallo ihr Lieben,
die Luft ist drückend heiß, der Himmel strahlend blau, fröhliches Stimmengewirr mischt sich mit lauten Autobässen, Sand rinnt durch die nackten Zehen und ein süßer Duft kitzelt die Nase. Die Ferien stehen vor der Tür, der Koffer ist bereits gepackt und nichts kann die gute Laune trüben. Nie erscheint die Welt schöner als im Sommer. Lange haben wir auf ihn gewartet, doch jetzt kommt es uns vor als ob er nie weg gewesen wäre. Zu vertraut ist das Gefühl der Unbeschwertheit, wenn wir barfuß durch das warme Gras laufen und den leckeren Sommercocktail schlürfen. Wie haben wir es vermisst die langen Tage am See zu verbringen und abends die Tag im Biergarten ausklingen zu lassen. 
Doch der Sommer hält leider nicht nur gute Seiten für uns bereit. Viel zu häufig erwartet uns nach einem langen Tag am Strand nicht die angesagte Cocktailbar, sondern eine böse Überraschung. Die Haut ist gerötet, brennt und jede Berührung schmerzt. Wie konnte das nur passieren? Die Sonnencreme lag doch immer griffbereit neben uns. In vielen Fällen wird zwar an das Eincremen vor dem Sonnenbad gedacht, jedoch wählen wir eine Sonnencreme mit nur geringen Lichtschutzfaktor. Schließlich will man ja auch braun werden. Ich glaube ich brauche an dieser Stelle nicht zu erwähnen, dass dies ein Trugschluss ist. Aber welche Sonnencreme ist denn nun die richtige für mich? Zugegeben die Auswahl ist nicht ganz einfach. In der Drogerie unseres Vertrauens stehen wir vor einer schier endlos langen Theke mit unzähligen Produkten. Von Sonnenmilch, über Sonnenspray bis hin zu Après Lotions ist alles dabei. Zeit also ein bisschen Licht in den Sonnencreme-Dschungel zu bringen. Beginnen wir mit den Basics: 

 

Was ist eigentlich die Eigenschutzzeit und was bedeutet Lichtschutzfaktor?

Wie der Name schon verrät gibt die Eigenschutzzeit an, wie lange man ungeschützt in der Sonne liegen kann ohne einen Sonnenbrand zu bekommen. Diese Zeit variiert von Person zu Person und ist abhängig vom Hauttyp. Der Lichtschutzfaktor hingegen verrät, um wievielmal länger man mit dem entsprechenden Sonnenschutzmittel die Sonne genießen kann ohne einen Sonnenbrand zu riskieren, als ungeschützt. Dabei ist zu beachten, dass die Zeitspanne nicht durch wiederholtes Eincreme verlängert werden kann. Wem das alles zu kompliziert war, hier eine kleine Beispielrechnung. Angenommen deine Eigenschutzzeit liegt bei 20 Minuten und du verwendest einen Lichtschutzfaktor 10, so kannst du 200 (20x10) Minuten guten Gewissens die Sonne genießen. 



Aber woher weiß ich denn wie viele Minuten meine Eigenschutzzeit beträgt?

Wie bereits erwähnt, hängt die Eigenschutzzeit vom entsprechenden Hauttyp ab. Im allgemeinen unterscheidet man dabei 4 verschiedene Typen, die ich euch nun näher vorstellen werde:
 
Hauttyp 1
Hautfarbe: sehr hell, blass
Augenfarbe: meist blau
Haarfarbe: rötlich 
Sonnenbrand: sofort
Eigenschutz: 5-10 Minuten
Empfohlener LSF: 30-50+
Promi-Beispiel: Christina Hendricks, Andrea Sawatzki
 
Hauttyp 2
Hautfarbe: hell
Augenfarbe: blau, grün, grau 
Haarfarbe: blond 
Sonnenbrand: schnell 
Eigenschutz: 10-20 Minuten 
Empfohlener LSF: 20-50 
Promi-Beispiel: Sienna Miller, Taylor Swift

Hauttyp 3
Hautfarbe: hellbraun
Augenfarbe: grau, braun
Haarfarbe: dunkelblond
Sonnenbrand: selten
Eigenschutz: 15- 25 Minuten
Empfohlener LSF: 15-30
Promi-Beispiel: Blake Lively, Olivia Palermo

Hauttyp 4
Hautfarbe: braun
Augenfarbe: dunkel
Haarfarbe: dunkel
Sonnenbrand: kaum
Eigenschutz: 20-30 Minuten
Empfohlener LSF: 10-15
Promi-Beispiel: Mila Kunis, Kim Kardashian



Welche Produkte benötige ich für welchen Anlass?

Sonnencreme für das Gesicht 
Für das Gesicht sollte generell Sonnencreme verwendet werden, da sie reichhaltiger als Sprays und Sonnencreme ist. Auch das Risiko von Augenreizungen wird minimiert, da Cremes keine kriechenden Öle beinhalten. Trotzdem sollte darauf geachtet werden, dass die Sonnencreme nicht in die Augen gerieben wird. 
 
Sonnenmilch, Sonnenspray für den Körper
Sonnenmilch ist ideal für den Körper, da sie speziell auf die Körperhaut abgestimmte Pflegestoffe beinhaltet. Die Variante Sonnenspray stellt eine weitere Alternative zur gängigen Sonnenmilch dar. Die Wahl ist also ganz vor eurem Geschmack abhängig.

Après-Milch, Après-Spray für danach
Der Griff zu den Pflegeprodukten danach sollte genauso selbstverständlich sein wie der Schutz in der Sonne selbst. Nur dann ist die Haut mit allem optimal versorgt, was sie wirklich benötigt. Natürlich auch für den Fall, dass euch doch einmal ein Sonnenbrand erwischt hat. Je nach Intensität helfen Après-Produkte, die Auswirkungen des Sonnenbrandes zu reduzieren, Rötungen zu lindern und die sonnengereizte Haut zu beruhigen.

Sensitiv-Produkte für sensible Haut 
Wer sensible Haut hat, die leicht allergisch reagiert, sollte zu Sensitiv-Produkten greifen. Diese enthalten in der Regel keine Emulgatoren, Duftstoffe und Konservierungsstoffe. Dadurch vermindern sie das Risiko sonnenbedingter Hautirritationen. 



Puh, der Summer-Guide ist wirklich lang geworden, aber ich denke neben all den Schmink- und Modeposts sollte ein so wichtiges Thema wie der Schutz unserer Haut nicht zu kurz kommen. Ich hoffe der Post hat euch ein klein wenig weitergeholfen und ihr kommt unbeschwert durch die schönste Zeit des Jahres.


Bis zum nächsten Mal, 
eure Elle

What to wear: Sommer

Dienstag, 25. Juni 2013

Hallo ihr Lieben,
nach einem milden Weihnachtsfest  und verschneiten Ostern, nach Jahrhundertflut und zahlreichen Hagelschauern hatten die meisten die Hoffnung auf einen heißen Sommer bereits aufgegeben. Die mürrischen Stimmen wurden immer lauter, zynische Wetterwitze dominierten die Startseiten fast aller Social Media Plattformen und auch Bloggerwelt sparte nicht an Kommentaren über die miese Wetterlage. Aber bevor Deutschland im Stimmungstief versinken konnte, machte sich die Sonne dann doch noch auf den weiten Weg in unsere Breitengrade. Nicht nur ein Blick auf den Kalender, sondern auch aus dem Fenster verrät uns, dass der Sommer endgültig angekommen ist. Höchste Zeit also die warmen Winterstiefel und Mäntel in den Schrank zu verbannen, den Regenschirm als Schattenspender zweckzuentfremden und nach dem tollen Strohhut aus dem letzten Mittelmeer-Urlaub zu fahnden. Wer es jetzt- genau wie ich- nicht mehr erwarten kann die Läden auf der Suche nach den neusten Sommertrends zu stürmen, für den habe ich heute einige Outfit-Inspirationen zusammengestellt. Anders als gewohnt orientieren sich die Looks heute jedoch nicht an verschiedenen Stilrichtungen, sondern den Gelegenheiten, an denen ich sie tragen würde. Wie immer dienen die Styles lediglich der Inspiration, wobei ich gegen einen Sponsor, der mir alle Teile in den Schrank zaubert aber auch nichts einzuwenden hätte ;) Doch genug der langen Vorrede- viel Spaß mit den Looks!

Look 1: Shopping
Summer Shopping
Shirt- Storenvy.com// Rock- Coco's Fortune// Armband- Betsey Johnson// Hut- Christy's Hats// Tasche- Reed Krakoff// Schuhe- Tory Burtch

♥-Piece: 
Der Fokus des Outfits liegt für mich ganz klar auf dem wunderschönen Maxi-Rock im Ombré Look. Der Farbverlauf erinnert mich sofort an Wellen, die an einer Klippe bersten. 


Look 2: Grillparty mit Freunden 

Grillparty mit Freunden 

Bralette- wetseal.com// Armband- asos.com// Blazer- selected.com// Shorts- River Island// Tasche- lorisshoes.com// Kette- Fossil// Schuhe- Vans

♥-Piece: 
Der luftige Blazer ist der perfekte Begleiter für kühle Sommernächte. Mit seinen 3/4 Ärmeln und den Volants darf er meiner Meinung nach auf keiner Grillparty fehlen. 


Look 3: Strandspaziergang

Strandspaziergang
Badeanzug- Melissa Odabash// Kette- John Lewis// Ohrringe- emmastine.com// Strandtuch- target.com// Sonnenbrille- Ray Ban Aviator// Strandkleid- Elizabeth Hurley

♥-Piece: 
Wer hätte gedacht, dass Liz Hurley auch als Designerin eine gute Figur macht? Das Strandkleid ist für mich das Highlight des gesamten Looks, da es das Strand-Outfit mit wenigen Handgriffen zu einem richtigen Eyecatcher macht. 


Das waren auch schon meine 3 Sommer-Looks für euch. Welches Outfit ist euer Favorit? Gibt es ein Kleidungsstück, dass es euch besonders angetan hat? Und was würdet ihr jeweils zu einer der Gelegenheiten tragen? Ich freue mich auf eure Meinungen :) 

Bis zum nächsten Mal, 
eure Elle
Edit: Wie ihr vielleicht schon bemerkt habt, ändert sich meine Schriftgröße von Post zu Post. Dies liegt nicht daran, dass ich eure Sehfähigkeit testen will, sondern dass Blogger eine andere Schriftgröße anzeigt als in meinem ursprünglichen Post zu sehen ist. Ich bin leider ratlos an was das liegen könnte und würde mich freuen, wenn jemand von euch einen kleinen Tipp für mich parat hätte :)

Aufgebraucht #2

Samstag, 22. Juni 2013

Hallo ihr Lieben,
heute gibt es mal wieder einen kleinen Einblick in meine Mülltonne. Ich frage mich immer wieder, was das Erfolgsgeheimnis dieser Posts ist. Ist es die Neugierde einmal einen unverfälschten Blick in die Badezimmer der Republik zu erhaschen? Oder ist es doch eher die Freude darüber der Konsumgesellschaft die kalte Schulter gezeigt zu haben und doch erst einmal das angefangene Duschgel aufgebraucht zu haben, statt sich das 20. zu kaufen nur weil einem die Verpackung so gut gefiel? Vielleicht ist das aber auch alles Quatsch und es sind lediglich die kurzen Reviews, die uns in ihren Bann ziehen. Wie auch immer: ich bekenne mich schuldig mich sofort auf jeden eurer neuen Aufgebraucht-Posts zu stürzen und auch selbst ganz vorne mit dabei zu sein, wenn es ums Müll horten geht. Doch eine Sache verwundert mich dennoch immer wieder: Wie schafft es eine einzelne Person 4 Duschgels, 5 Gesichtswasser, 6 Packungen Abschminktücher und 3 Flaschen Reinigungswasser in nur einem einzigen Monat zu leeren? Wie ihr vielleicht schon bemerkt habt, schaffe ich es nicht jeden Monat einen neuen Aufgebraucht-Post rauszuhauen. Und das liegt nicht (nur) an meiner Faulheit, sondern vor allem daran, dass sich in einem Monat bei mir allerhöchstens einmal 2 geleerte Produkte ansammeln. Nach unfassbaren 4 Monaten des eisernen Aufbrauchens und Sammelns habe ich es also geschafft gerade einmal diesen winzigen Berg an Plastikmüll anzuhäufen. Aber wir lassen uns den Spaß ja nicht verderben und nutzen das Ganze, um ein bisschen ausführlicher auf jedes Produkt einzugehen.


Balea Pflegedusche Feigen – Schokoladenduft 
Zugegebenermaßen war ich anfangs wirklich begeistert von dem süßlichen Geruch des Duschgels. Den sinnlichen Duft nach Feige und Schokolade (wie Balea es gerne beschreibt) konnte ich zwar beim besten Willen nicht herausriechen, aber gegen kalorienfreies Schokoladenvergnügen hat doch keiner etwas einzuwenden, oder? Umso erstaunter war ich als ich von einer Freundin hörte, dass ihr regelmäßig übel wird, wenn sie nur in die Nähe des Duschgels kommt. Spätestens bei der Hälfte meiner Flasche wusste ich dann was sie meinte. Der schwere, künstlich-süße Geruch wurde zunehmend unangenehmer und ich war regelrecht froh als ich das Duschgel endlich aufgebraucht hatte. Wie bei Balea üblich war auch die Pflegewirkung nicht herausragend. Dank Limited Edition werde ich auch nicht mehr in Versuchung kommen noch einmal der ansprechenden Macarons-Verpackung zu erliegen. Ich hoffe Balea verzichtet nächsten Winter auf ein Revival ihrer Weihnachtsbäckerei-Düfte. Kein Nachkaufprodukt 

Pantene Pro-V Volumen Pur Pflegespülung  
Es gibt Tage in jedem Studentenleben, in denen man sich ausnahmsweise mal sicher ist genau zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein. Wenn man Glück hat, befindet sich dieser Ort sogar mitten im Hörsaal. Was das ganze jetzt mit der Haarspülung zu tun hat? Zugegeben die Antwort liegt nicht ganz nahe, aber ich hatte vor ein paar Monaten das Glück nach einer freiwilligen Uni-Veranstaltung eine reichlich gefüllte Goodiebag zu erhalten. Neben allerlei Flyern und Broschüren befand sich darin auch die besagte Spülung. Der anschließende Geruchstest wurde allgemein für gut befunden (typischer Friseurduft) und auch beim Praxistest konnte das Produkt überzeugen. Die Haare fühlten sich spürbar gepflegt an und auch die Kämmbarkeit verbesserte sich merklich. Im Gegensatz zu anderen Spülungen wurden meine Haare nicht beschwert und hatten allgemein eine glattere Struktur. Einziger Kritikpunkt sind für mich die Inhaltsstoffe. Die Spülung ist eine einzige Silikonbombe. Zurzeit bin ich recht zufrieden mit der Dove Pflegereihe (klick), weshalb ich die Pflegespülung erst einmal nicht nachkaufen werde. Kein Nachkaufprodukt
  
Eau Thermale Avène Cleanance Gel 
Diejenigen unter euch, die schon etwas länger den Blog verfolgen, werden sich bestimmt noch an meinen Lobgesang erinnern, den ich in meinem Gesichtspflegeroutine -Post (klick) über das Produkt ausgeschüttet habe. Und was soll ich sagen- bis heute hat sich nichts daran geändert. Das Gel ist sehr ergiebig, reinigt (vor allem in Kombination mit dem Ebelin Massage Pad) sehr gründlich und auch meine Haut hat sich sichtbar verbessert, seitdem ich mich 2mal am Tag damit wasche. Ich habe jedes mal das Gefühl, dass das Gel die Haut von überschüssigem Talg und Schmutzpartikeln aus der Luft vollständig befreit. Dabei ist es sehr sanft und auch für sensible Haut geeignet. Auch der Geruch ist sehr angenehm und frisch- mit ein bisschen Fantasie riecht es wie salzige Meerluft. Alles in Allem bin ich rundum zufrieden mit diesem Reinigungsgel und sehe keinen Grund andere Produkte auszuprobieren. Wer zusätzlich ein bisschen sparen will, dem empfehle ich das Gel anstatt in der Apotheke bei Müller zu kaufen. Absolutes Nachkaufprodukt

P2 Perfect Look Kajal 030 bronze 
Wer regelmäßig bei DM vorbei schaut wird bestimmt schon gemerkt haben, dass es sich hierbei um ein recht altes Produkt handelt. Da der Kajal wahrscheinlich nicht mal mehr bei Kleiderkreisel zu finden ist und auch ich ihn eher in die Kategorie Teenie-Schminke einordnen würde hier eine Kurzreview: Schöne Alltagsfarbe, sehr cremig-angenehme Konsistenz, gute Haltbarkeit, solide Verpackung. Zusammenfassend also ein recht gutes Produkt, wenn da nicht das große Aber wäre: Ich kann von mir nicht gerade behaupten eine große Kajal-Trägerin zu sein. Um ehrlich zu sein kann ich mich nicht mal daran erinnern, wann ich das letzte Mal einen Kajalstift an mein Auge gelassen habe. Und auch als Teenie habe ich den Kajal nur recht selten benutzt- trotzdem ist er bis auf den letzten Krümel aufgebraucht. Die Ergiebigkeit ist hier also gen null. Kein Nachkaufprodukt 

  Schaebens Totes Meer Maske 
Angeblich handelt es sich hierbei um die meistgekaufte Maske in ganz Deutschland. Geht man also von der Intelligenz der Masse aus, muss es sich um ein absolutes Topprodukt handeln: Unreinheiten verschwinden innerhalb von 10 Minuten, die Haut fühlt sich wunderbar gepflegt an und der schlammige Brei duftet nach Rosen. Aber halt- alles nur heiße Werbeluft. Die Maske war ein absoluter Reinfall und für mich eine einzige Enttäuschung. Nicht nur, dass sich meine Haut kein bisschen erholt hatte nach der Anwendung, nein es kam noch besser. Bereits wenige Minuten nach dem Auftragen der Masse brannte meine Haut als ob ich eine Feuerqualle direkt im Gesicht sitzen hätte. Ihr könnt euch sicher sein, dass ich einiges gewohnt bin: von kosmetischer Fruchtsäurebehandlung bis Acne Treatment habe ich schon alles über mich ergehen lassen, aber nichts toppt diese Gesichtsmaske. Wer denkt er könnte sich dann wenigstens alles schnell vom Gesicht rubbeln, liegt auch hier falsch. Selbst unter der Dusche mit Hilfe einer Reinigungsbürste ist die angetrocknete Masse nur schwer wieder loszuwerden. Ein anschließender Blick in den Spiegel bestätigte danach nur noch meinen katastrophalen Eindruck: Die Haut ist gereizt und gerötet, statt weich und erholt. Zusammenfassend kann man sagen, dass die Verwendung der Maske einer Selbstgeißelung gleicht. Kein Nachkaufprodukt

Nivea In-Dusch Body Milk 
Zu guter Letzt noch eine kleine Probepackung. Zugegebenermaßen reiße ich damit meine Aufgebraucht-Bilanz noch einmal enorm in die Höhe, aber ich wollte euch meinen ersten Eindruck von der allseits gehypten In-Dusch Body Milk nicht vorenthalten. Ursprünglich hatte ich mich bei der Nivea Testaktion beworben, wurde jedoch leider nicht ausgewählt. Als kleinen Trost erhielt ich jedoch diese Probegröße. Eins vorneweg: Ich weiß nicht nach welchem Maßstab Nivea die Füllmenge des Tütchens bestimmt hat, aber für mich Mitteleuropäer reichen 10ml gerade einmal für 1,5 Beine. Aber wer will schon über ein Geschenk meckern- der Wille zählt. Kommen wir also zu den inneren Werten: Der Geruch ist Nivea typisch und auch die Konsistenz erinnert stark an normale Körperlotions. Der innovative Auftrag direkt unter der Dusche gestaltete sich tatsächlich recht unkompliziert: Tüte aufreißen, alles auf den Beinen verteilen und anschließend wieder abwaschen. Nach dem Abtrockenen fühlte sich die Haut tatsächlich an wie eingecremt- nur ohne den nervigen Fettfilm. Allerdings könnte ich mir vorstellen, dass die Pflegewirkung für sehr trockene Haut nur bedingt ausreicht. Wer nach einer Langzeit-Review sucht, empfehle ich diesen Post (klick). Alles in Allem ein interessantes Produkt, das es lohnt ausprobiert zu werden. Ich bin gespannt, ob Balea und Co. nachziehen werden. Vorerst werde ich jedoch brav meine gefühlt 13846 angebrochenen Bodylotions leeren. Kein Nachkaufprodukt. 
 
Wie immer interessieren mich auch heute wieder eure Erfahrungen mit den hier vorgestellten Produkten. Außerdem bin ich gespannt darauf zu erfahren, wie ihr es schafft jeden Monat aufs Neue einen derart großen Müllberg anzuhäufen. Mein Verdacht ist ja, dass sich die meisten Bloggerinnen die Produkte mit ihrer ganzen Familie teilen und jedem Cousin 5. Grades zusätzlich noch eine Probegröße ihres Duschgels abfüllen. Auch würde mich interessieren, warum ihr gerne Aufgebraucht-Posts lest. Habt ihr euch in einem meiner Erklärungsversuche wiedergefunden? Oder seid ihr es inzwischen überdrüssig ständig neue Müllberge präsentiert zu bekommen? Ich bin gespannt auf eure Meinungen.

Eure Elle

Must haves in a woman's wardrobe

Montag, 6. Mai 2013

Hallo ihr Lieben,
Welche Frau kennt das Szenario nicht: Man steht morgens vor dem berstend vollen Kleiderschrank und hat dennoch das Gefühl nichts zum anziehen zu finden. Das rote Kleid? - zu auffällig. Der blaue Rock?- zu kurz. Der schwarze Pulli? - zu langweilig. Das Für und Wider jedes Kleidungsstückes wird abgewogen, Hosen werden anprobiert, Röcke fliegen durch die Luft und am Ende sitzen wir deprimiert auf einem riesigen Kleiderberg und würden am liebsten die nächste elefantöse H&M- Bestellung in Auftrag geben. Um dennoch rechtzeitig zur Vorlesung zu kommen, wird schnell das weiße T-Shirt und die schwarze Hose übergeworfen und missmutig zur S-Bahn Station gelaufen. In diesen Momenten würde man am liebsten seinen ganzen Kleiderschrank-Inhalt zum nächsten Altkleider-Container bringen und noch einmal komplett von vorne anfangen.
Zwar sagt man, eine Frau kann nie genug Kleider haben, aber liegt nicht gerade hier die Ursache aller Probleme? Ist es nicht gerade die Qual der Wahl, die uns überfordert?
Stil-Experten raten in diesen Momenten sich auf seine 10 Lieblingsstücke zu besinnen und um diese herum seinen Kleiderschrank neu zu bestücken. Unabhängig von diesen ganz individuellen Favoriten gibt es jedoch noch ein paar Klassiker, die in keinem Kleiderschrank fehlen dürfen. Die Rede ist von Kleidern, die jeder Frau stehen, unabhängig von deren Haarfarbe, Alter und Stil. Kleider, die niemals aus der Mode kommen und ihre Trägerin immer stilvoll und elegant aussehen lassen. Ich habe euch heute eine kleine Collage zusammengestellt, die meine zehn persönlichen Must Haves zeigen, die jede Frau in ihrem Kleiderschrank haben sollte.
Must haves in a woman's wardrobe

Hose: True Religion// Shirt: Vila// Ballerinas: Tory Burch// Bluse: Alexander Wang// Rock: True Decadence

#1 Schwarze Skinny-Jeans
Müsste Kate Moss sich auf ein einziges Kleidungsstück beschränken- ich bin mir sicher es wäre ihre geliebte schwarze Skinny Jeans. Egal ob mit dem Band-Shirt ihres Göttergatten, lässigem Boyfriend- Blazer oder schicker Bluse- Kate trägt ihr Exemplar fast rund um die Uhr. Doch im Gegensatz zu den Lieblingsstücken anderer Stars ist Kates Favorit auch für den Normalsterblichen im Alltag tragbar. Kate macht es uns vor: Die schwarze Skinny Jeans ist ein Allrounder, der sich mit fast allem kombinieren lässt und zu fast jeder Gelegenheit getragen werden kann. Haben wir erst einmal die perfekt passende Jeans für uns gefunden, ergeht es uns bestimmt nicht anders als Kate und wir wollen sie nie wieder ausziehen.

#2 Maritimes Ringel-Shirt
Dieses Kleidungsstück ruft bei mir sofort Assoziationen an den stereotypen Franzosen mit Baskenmütze und Baguette unterm Arm hervor. Doch soweit gefehlt ist dieser Gedanke gar nicht, denn das blau-weiß gestreifte Shirt wurde ursprünglich von bretonischen Fischern und später der französischen Marine getragen. Der Grund dafür ist simpel: Durch das Streifenmuster konnten verunglückte Seeleute im Wasser schnell ausfindig gemacht und gerettet werden. Seinen Sprung auf die Laufstege dieser Welt schaffte das Shirt schließlich mit Hilfe von Coco Chanel, welche sein Potenzial als Mode-Klassiker während eines Urlaubs sofort erkannte. Heute ist das maritime Shirt mit dem typischen U-Boot-Ausschnitt kaum noch aus unserem Kleiderschrank wegzudenken.

#3 Schwarze Ballerinas
Wenn uns die Füße noch von der letzten Party-Nacht schmerzen und die Nike Air Max partout nicht zu unserem neuen Chiffon-Kleid passen wollen, gibt es nur eine Alternative: Ballerinas. Zwar werden bei den meisten von uns Begriffe wie Cabriole, Grand-plié und Révérence nur ein großes Fragezeichen auslösen, doch man muss keine Prima Ballerina am Bolschoi Theater sein, um in diesen Schuhen eine gute Figur zu machen. Egal ob lässig zur Röhrenjeans oder verspielt zum Blümchenkleid- Ballerinas passen einfach immer und sind deshalb ein absolut Must Have in jedem Schuhschrank.

#4 Schwarzer Bleistiftrock
Man sagt Maxiröcke stehen keinen kleinen Frauen, Ballon- und Tulpenröcke machen dick und Miniröcke entfalten ihre volle Wirkung erst bei langen Beinen. Würden wir die Ratschläge der gängigen Modemagazine allzu ernst nehmen, sollte die Durchschnittsfrau wohl am besten gleich ganz auf Röcke verzichten. Doch Stopp- haben wir in unserer Aufzählung nicht ein Modell vergessen? Richtig- der Bleistiftrock. Egal ob in sportlicher Kombination mit Ballerinas und Ringelshirt oder elegant gestylt mit einer schlichten weißen Bluse und Pumps. Der Pencilskirt macht bei jeder Gelegenheit eine gute Figur und seine Trägerin gleich mit ihm.

#5 Weiße Bluse
Ihren Ruf als spießige Uniform von Sekretärinnen und Vorstadtmüttern hat die weiße Bluse dank neuen legeren und luftigen Schnitten längst verloren. War sie zu Beginn des letzten Jahrhunderts noch eine Variation des männlichen Herrenhemdes, erinnert heute nichts mehr an ihre Wurzeln. Ganz egal ob mit Spitze, Rüschen, Stickereien oder ganz Clean- die weiße Bluse verleiht ihrer Trägerin Eleganz und Selbstbewusstsein- und darf deshalb in keinem Kleiderschrank fehlen.
Must haves in a woman's wardrobe
Trenchcoat: Even&Odd// Tasche: Mulberry// Kleid: Valentino// Blazer: Wallis// Pumps: Kurt Geiger

#6 Beigefarbener Trenchcoat
In keinem anderen Kleidungsstück fühlen wir uns wie Sherlock Holmes auf der Verbrecherjagd und sehen gleichzeitig so elegant aus wie Holly Golightly auf ihrer verzweifelten Suche nach Kater. Doch bis dahin war es ein langer Weg. Was kaum einer weiß: Der Trenchcoat begann seinen Siegeszug als Uniform der französischen und britischen Soldaten während des 1. Weltkrieges. Noch heute schätzen wir bei stürmischem Herbstwetter seine enorme Robustheit und erfreuen uns an seiner optischen Raffinesse. Es muss nicht gleich das Original von Burberry sein, aber kein Parka oder Mantel der Welt lässt uns stilsicherer durch die Welt spazieren.

#7 Handtasche
Ob Speedy, Birkin oder Kelly- eine It-Bag ist nur eine, wenn sie in der nächsten Saison keine mehr ist. Trotzdem zählt eine gut verarbeitete Tasche zu den Klassikern in jedem Kleiderschrank. Sei es beim Stadtbummel mit der besten Freundin, der anstehende Geschäftstermin oder ein Spaziergang im Park- es gibt immer etwas, das Frau bei sich tragen muss. Zwar finden wir zurzeit an jeder Straßenecke Lookalikes der bekannten Luxustaschen, die ihren Vorbildern zum verwechseln ähnlich sehen, dennoch sollte eine Frau mindestens einmal im Leben im Besitz eines Originals gewesen sein.

#8 Schwarzes Kleid
Das kleine Schwarze: Der Inbegriff von Eleganz und Stil. Bereits vor 87 Jahren wusste Coco Chanel, dass „dieses schlichte Kleid eine Art Uniform für alle Frauen mit Geschmack werden wird“. Sie sollte Recht behalten. Trends kamen und gingen über all die Jahre hinweg, doch das schlichte schwarze Kleid blieb. Spätestens als Audrey Hepburn in Frühstück bei Tiffany's uns in ihrem wahr gewordenen Traum aus Stoff verzauberte, ist das kleine Schwarze zu einem Must Have in jedem Kleiderschrank geworden.

#9 Schwarze Pumps
Egal ob 1,80m groß oder 1,50m klein- ein Paar schwarze Pumps sollten in keinem Schuhschrank fehlen. In Kombination mit dem kleinen Schwarzen gelten sie als Synonym für pure Eleganz, aber auch eine legere Skinny Jeans wird durch Pumps ganz einfach aufgewertet. 
 

#10 Schwarzer Blazer
Spätestens seit Beginn der Modeblogger-Ära wissen wir, dass der schwarze Blazer auch fernab von elitären Privatschulen und stickigen Kleinraumbüros getragen werden darf. Und es kommt noch besser: In jüngster Vergangenheit haben Designer den klassischen Blazer vollkommen neu interpretiert. Ab sofort dürfen Ärmel lässig hochgekrempelt werden und Boyfriend-Blazer peppen unsere langweiligen T-Shirt/Jeans-Kombis auf. Nicht umsonst löst der Blazer immer mehr unsere Lieblingsjacken ab.

Ich hoffe euch hat die kleinen Exkursion in die Geschichte der Modeklassiker gefallen. Über Geschmack lässt sich ja bekanntlich nicht streiten. Trotzdem die Frage an euch: Wie viele der genannten Klassiker habt ihr in eurem Kleiderschrank? Würdet ihr die gleichen Kleidungsstücke in eure Top 10 wählen? Welche Klassiker habe ich vergessen? Natürlich fehlen in diesem Post alle Arten von Accessoires. Ich glaube aber dieses Thema ist noch einmal einen ganz eigenen Bericht wert.

Ich wünsche euch einen sonnigen Start in die Woche

Euer classy-girl Elle